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Minoriten Kirche – die Geschichte

1260 siegte Ottokar II. Premsyl von Böhmen über König Bela IV von Ungarn.
Bei einem Ritt durch die neu erworbenen Länder fiel ihm die strategisch günstige Lage des, bereits bestehenden, landesfürstlichen Dorfes zwischen Mürz und Mur auf. Er veranlasste die „Neupflanzung“ der Stadt, d.h., dass am Schloßberg eine Burg erbaut und die Stadt mit einer   Mauer mit 7 Türmen umgeben wurde.

1272/73 Laut einer Inschrift, welche übermalt wurde, wird die Kirche von Ullich IV, Graf von Pfannberg als Eigenkirche erbaut und in diesem Jahr geweiht. Unter dem Hochaltar wurde eine Grablege für die Grafen von Pfannberg errichtet (heute nicht mehr begehbar). Nach der Einheirat eines Grafen von Montfort in die Linie der Pfannberger, wurden sie Besitzer dieser Gruft.

1290 kommen die Minoriten nach Bruck. Der Klosterkomplex wird errichtet und bereits 1301 abgeschlossen. Belegt ist auch, dass bereits 1290 der erste Guardian, Heinrich von Speyer in das Kloster kam.


Wir wissen, dass die damalige Kirche, welche im gotischen Stil erbaut wurde, nur bis zu den Presbyteriums Stufen reichte. Wahrscheinlich hatten die Minoriten einen derart großen Zuspruch seitens der Bevölkerung, dass ein Kirchenschiff angebaut wurde. Es war der größte gotische Kirchenraum mit einer Flachdecke in Österreich. Erst im 17. Jhdt. wurde ein Steingewölbe eingezogen und die Kirche barockisiert.

1538, war Bruck an der Mur fast zur Gänze protestantisch. Die Mönche wurden vertrieben. Im Kloster wohnen protestantische Familien bis 1578, die Kirche wurde teilweise zerstört.

1578 bis 1598 befindet sich die Kirche in einem fürchterlichen Zustand. Mit Unterstützung des Landesfürsten, der Montforts und anderer Bürger wurden die Kirche und das Kloster wieder instand gesetzt.

1655 bis 1678 wurde das Kirchenschiff barockisiert. Am besten sieht man diese bauliche Veränderung im Langhaus. – 4- jochiges, jeweils achtteiliges Gratgewölbe.

1678 erfolgt der Ausbau der Antoniuskapelle

1781 erfolgt die Aufhebung des Klosters und der Kirche durch Josef II. Endgültig jedoch erst 1808, weil im Kloster eine Schule untergebracht war.

1797 Französische Soldaten halten in der Kirche eine Fahnenweihe ab und zündeten dabei ein Chorgestühl an. 1799 dann Umwandlung der Kirche in ein Verpflegslager.

1811 wird das Kloster zum Amtsgebäude und die Kirche bis 1918 zur Garnisonskirche.

1917 erfolgt  die Freilegung der Fresken durch Korporal Adolf Kraser, Absolvent der Kunstgewerbeschule Prag.

1918 Renovierung des Kircheninneren.

1938 bis 1945 Verwendung der Kirche für profane Zwecke. Zum Einen als Materialdepot des Heeres und zweitens als Aufbewahrungslager für ausgebombtes Familiengut.

1951 – 1952 wird ein Teil der Kirche für Fußgänger abgetrennt. Die Kirche wird notdürftig restauriert.

1987 Außenrenovierung unter Propst Dr. Simon Poier.

2006 Gründung des Kuratoriums zur Restaurierung der Minoriten Kirche. Gesamtbaukosten ca. € 550.000,--, excl.MwSt.

Bis heute wurden mit Eigenleistungen rund € 350.000,-- verbaut.


Das sind:
• Sanierung Kreuzgang inkl. Färbelung und Freilegung eines Sekkos
•Fußboden neu
•Sakristei saniert, inkl. Fußboden, Malerei
•Restaurierung der Türen.
•Einbau einer Wasser und Kanalleitung
•Einbau von Toiletten für Damen und Herren
•Freilegung der gotischen Stiege in den Dachboden


Kirche:
•Neuverlegung, bzw. Reparatur und Ergänzungen des Steinfußbodens im Langhaus und im Presbyterium.
•Sanierung der beiden Chorgestühle im Presbyterium.
•Reparatur und Generalsanierung der Orgel.
•OG - Sanierung der Mauerstellen und des Fußbodens nach Befall durch den Holzschwamm
•Einbau einer Nasszelle und WC Anlage im OG – Galerie.
•Trockenlegung der Nordwand inkl. Drainage,- Presbyterium.
•Verputzarbeiten im Inneren des Presbyteriums.

 

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